Dokumentation

USP-Zugangsdaten für die E-Rechnung an den Bund

Damit Nori Rechnungen direkt an den österreichischen Bund übermitteln kann, braucht es ein eigenes Webservice-Konto aus dem Unternehmensserviceportal (USP). Diese Anleitung führt von der USP-Registrierung bis zum erfolgreichen Verbindungstest in Nori.

Rechnungen an Bundesdienststellen müssen in Österreich strukturiert eingebracht werden. Nori übernimmt das automatisch über das Webservice von e-Rechnung.gv.at (betrieben vom BRZ) – du lädst nichts von Hand hoch. Voraussetzung ist ein eigenes Webservice-Konto am USP. Das ist bewusst nicht dein normaler USP-Login, sondern ein technischer Zugang, den nur Maschinen verwenden. Ihn legst du einmal an und hinterlegst ihn danach in Nori.

Bevor du startest: Dein Unternehmen muss am USP registriert sein und du brauchst dort die Rolle USP-Administrator. Nur Administratoren dürfen Konten anlegen und Rechte vergeben. Bist du das nicht, bitte die Person mit dieser Rolle um die Schritte 1 bis 4.

In sechs Schritten zur Einreichung beim Bund

  1. 1 Am USP registrieren
    Die Registrierung am Unternehmensserviceportal ist einmalig und kostenlos. Sie geht über bestehende FinanzOnline-Zugangsdaten (durch den FinanzOnline-Supervisor oder als Einzelunternehmer), über ID Austria bzw. Bürgerkarte (durch einen einzelvertretungsbefugten gesetzlichen Vertreter oder als Einzelunternehmer) oder persönlich im Infocenter deines Finanzamts. Ist dein Unternehmen bereits registriert, überspringe diesen Schritt. Bei Fragen hilft das USP Service Center unter 050 233 733.
  2. 2 Verfahrensrecht „e-Rechnung“ vergeben
    Im USP auf „Administration aufrufen“ klicken, dann „Verfahrensrechte verwalten“. In der Kontoauswahl das Benutzerkonto wählen, unter „Verfügbare Verfahrensrechte“ beim Verfahren „e-Rechnung“ die Checkbox „Einbringer“ aktivieren und zuordnen. Achtung: Das Recht steht erst nach etwa 30 Minuten zur Verfügung und wirkt erst ab der nächsten Anmeldung.
  3. 3 Webservice-Konto anlegen
    Wieder „Administration aufrufen“, dann „Webservicekonten verwalten“ (je nach USP-Ansicht auch „Webservice-Benutzer verwalten“) und „Neues Konto anlegen“. Eine E-Mail-Adresse eintragen, auf „Anlegen“ klicken und anschließend „Zugangsdaten anzeigen“ wählen. Dort stehen die beiden Werte, die Nori braucht: die Benutzer-Identifikation (beginnt mit „s“, zum Beispiel s000123456) und die PIN. Beide sicher notieren.
  4. 4 Webservicerecht „Einbringer“ zuordnen
    Auf „Webservicerechte verwalten“ klicken, unter „Kontoauswahl“ das eben angelegte Webservice-Konto wählen und unter „Verfügbare Webservicerechte“ die Checkbox „Einbringer“ bei „E-RECHNUNG.GV.AT Webservice“ markieren. Mit „Zuordnen“ bestätigen. Ist der Menüpunkt nicht sichtbar, einmal ab- und wieder am USP anmelden. Auch hier greifen die Rechte erst nach einigen Minuten und ab der nächsten Anmeldung.
  5. 5 Zugangsdaten in Nori hinterlegen
    In Nori auf Einstellungen → Abrechnung (app.noridocs.com/settings/billing) wechseln und den Abschnitt „E-Rechnung an den Bund (USP-Zugangsdaten)“ öffnen. Die s-Identifikation aus Schritt 3 in „Webservice-Benutzer-Identifikation“ eintragen, die PIN in „Webservice-Benutzer-Passwort“, den Testmodus zunächst aktiviert lassen und speichern. Die PIN wird verschlüsselt gespeichert und danach nie wieder im Klartext angezeigt.
  6. 6 Verbindung testen
    Im selben Abschnitt auf „Verbindung testen“ klicken. Nori sendet eine minimale Probe mit gesetztem Testflag an den Endpunkt, den dein Testmodus-Schalter gerade auswählt. Das BRZ verarbeitet oder übermittelt dabei nichts, sondern prüft nur die Anmeldung. Meldet Nori „BRZ hat die USP-Zugangsdaten akzeptiert“, ist die Einreichung startklar.

Die häufigste Fehlerquelle sind die falschen Zugangsdaten. Das BRZ erwartet die technische Benutzer-Identifikation des Webservice-Kontos (das s-Kürzel wie s000123456) und dessen PIN. Nicht dein reguläres USP-Login mit Passwort und nicht der Anzeigename, den du dem Konto gegeben hast (etwa „USPAdmin01“). Wird die Prüfung mit „BRZ hat die Zugangsdaten abgelehnt“ beantwortet, ist fast immer einer dieser drei Werte im Feld gelandet.

Testmodus und Produktion

Der Testmodus in den Einstellungen entscheidet, an welchen BRZ-Endpunkt Nori übermittelt. Aktiv bedeutet at.gv.bmf.erb.test/V2, inaktiv at.gv.bmf.erb/V2. Testrechnungen durchlaufen dieselbe technische Prüfung wie echte Rechnungen, werden danach aber weder weiterverarbeitet noch bezahlt. Genau dafür ist der Modus da: Format und Pflichtfelder einmal sauber bestätigen, bevor eine Rechnung wirklich beim Bund landet.

Wichtig zu wissen: Test- und Produktivzugang sind zwei getrennte Berechtigungen. Für den Testendpunkt braucht das Webservice-Konto zusätzlich das Recht „e-Rechnung.gv.at Webservice (T)“. Taucht dieser Eintrag im USP nicht auf, genügt eine kurze E-Mail an support-erb@brz.gv.at mit der Bitte um Freischaltung. Ein Konto kann also produktiv funktionieren und im Test scheitern – oder umgekehrt.

Schalte den Testmodus erst nach einem erfolgreichen Testlauf ab. Danach geht jede Einreichung an den echten Bund und wird dort zur Zahlung übernommen.

Was Nori zusätzlich pro Rechnung braucht

Die Zugangsdaten öffnen den Kanal, den Inhalt prüft der Bund separat. Damit eine Rechnung technisch und inhaltlich angenommen wird, müssen diese Angaben vorhanden sein:

  • Auftragsreferenz auf der Rechnung. Sie ist Pflicht und kommt von der auftraggebenden Dienststelle.

  • Auftragsposition auf jeder Rechnungszeile, wenn der Auftrag es vorgibt.

  • UID-Nummer des Empfängers, vom ebInterface-6.1-Schema zwingend gefordert.

  • E-Mail-Adresse und IBAN deines Unternehmens in den Team-Einstellungen. An die Adresse schickt das BRZ die Verarbeitungsbenachrichtigungen.

  • Lieferantennummer am Kunden, sofern die Dienststelle dir eine zugewiesen hat. Ohne sie kann sich die Zahlung durch manuelle Zuordnung verzögern.

Fehlt etwas davon, blockiert Nori die Übermittlung und zeigt die fehlenden Felder direkt auf der Rechnung an. Wie du die Stammdaten einträgst, steht unter Unternehmensdaten erfassen, den Ablauf beim Versand beschreibt E-Rechnung erstellen und einreichen.

Wenn die Prüfung fehlschlägt

Lehnt das BRZ die Anmeldung ab, arbeite diese vier Punkte der Reihe nach ab: Steht wirklich die s-Identifikation im Benutzerfeld und nicht der Anzeigename? Ist die PIN des Webservice-Kontos hinterlegt und nicht das USP-Passwort? Trägt das Konto das Recht „Einbringer“ bei „E-RECHNUNG.GV.AT Webservice“ – und für den Test zusätzlich das Recht mit dem Zusatz (T)? Und ist seit der Rechtevergabe eine neue USP-Anmeldung erfolgt? Neue Rechte greifen erst danach.

Alle Details zum Verfahren stehen im offiziellen Leitfaden Rechnungsstellung und -einbringung des BRZ. Die technische Beschreibung des Webservice findest du unter erechnung.gv.at. Kommst du nicht weiter, hilft dir support@noridocs.com weiter.

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